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Philologenverband im Kreis Bergstraße begrüßt neue Rückkehrmöglichkeiten zu G9

Updated: Apr 14, 2019


Die Schulvertrauensleute des Hessischen Philologenverbandes (HPhV) - der Gewerkschaft der Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer - an den Gymnasien und Gesamtschulen im Kreis Bergstraße trafen sich auf Einladung der Kreisvorsitzenden Dagmar Kötter vom Überwald-Gymnasium am 24.09.2014 in Fürth im Café Krieger. Als Gast nahm vom Gymnasium Michelstadt der HPhV-Kreisvorsitzende des Odenwaldkreises Tassilo Schindler an der Sitzung teil.



Auf der Tagesordnung standen Berichte der Vorsitzenden zu aktuellen schul- und gewerkschaftspolitischen Themen und der Schulvertrauensleute zur Situation vor Ort, an den Gymnasien und Gesamtschulen im Kreis. Hier waren insbesondere die zunehmenden Abordnungen und Versetzungen zum Schuljahreswechsel ein Thema. Auffällig war für die Lehrer zu diesem Schuljahreswechsel die Diskrepanz zwischen zunächst geplanten und dann letztendlich durchgeführten Personalmaßnahmen. Kritisiert wurden die oft späten Entscheidungen über den konkreten Einsatz der Lehrkräfte im neuen Schuljahr, was die individuelle Unterrichtsvorbereitung z. T. erheblich erschwert hat. Positiv sei hingegen an den Schulen aufgenommen worden, dass die als Folge der Überbesetzung des Schulamtsbereiches Bergstraße-Odenwald mit Lehrerstellen verfügten Versetzungs- und Abordnungsmaßnahmen deutlich geringer ausgefallen sind als von den Schulen befürchtet.


Der Hessische Philologenverband begrüßt es, dass Gymnasien und kooperative Gesamtschulen zunehmend die Möglichkeit nutzen, zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9) zurückzukehren. So führen im Kreis Bergstraße in diesem Schuljahr das Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim und die Albertus-Magnus-Schule in Viernheim wieder G9 ab Klasse 5 ein. Als bedauerlich empfinden es viele Mitglieder, dass der Wechsel aus bereits bestehenden G8-Jahrgängen zu G9, wie ihn das neue Schulgesetz ermöglicht, oft an wenigen Gegenstimmen der Eltern scheitert. Rechtlich sehen die Mitglieder allerdings keine Alternative zur aktuellen Regelung, auch wenn diese nicht überall zum gewünschten Schulfrieden geführt hat.

Eine große Herausforderung für alle Schulen ist die Inklusion, da die sächliche und personelle Ausstattung der Schulen noch unzureichend ist. Hier bedarf es weiterer Ressourcen durch das Land und den Kreis als Schulträger, wenn eine inklusive Beschulung erfolgreich durchgeführt werden soll. Dabei gebe es allerdings auch Schüler, so die Kreisvorsitzende, für die eine Beschulung in einer Förderschule

bessere Lernerfolge und eine intensivere Betreuung ermögliche. Diese Position werde auch mehrheitlich im HPHV vertreten.


Gegen Ende der Sitzung wurden die vorgelegten Anträge für die Vertreterversammlung des Philologenverbandes im November in Fulda besprochen und verabschiedet. Dabei

Sprachen sich die Anwesenden insbesondere gegen die in Hessen für 2015 geplante Nullrunde bei den Einkommen und eine nur einprozentige Erhöhung in den Folgejahren aus. Auch Beamte und im öffentlichen Dienst Beschäftige hätten trotz aller Sparbemühungen der öffentlichen Hand einen Anspruch auf Teilhabe an der allgemeinen Einkommensentwicklung.

Am Ende der Sitzung bedankte sich die Vorsitzende Dagmar Kötter für die rege Beteiligung und wünschte allen einen guten Heimweg.

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